Verantwortung

Nachhaltig handeln heisst Verantwortung übernehmen

Zeitpunkt und Ausgangslage der beiden Arealentwicklungen sind verschieden – die Metalli ist heute ein belebter Stadtteil in Zug, die Suurstoffi steht mitten im Prozess des Entstehens. Damals wie heute aber gilt: Mit dem Entscheid für die nachhaltige Entwicklung eines ganzen Areals setzt sich Zug Estates aktiv für den Ort und die Menschen ein, die dort leben und arbeiten – und übernimmt damit auch eine gesellschaftliche Verantwortung.

Die Eröffnung der ersten Etappe der Metalli liegt fast drei Jahrzehnte zurück. 1987 war die Zeit in vielerlei Hinsicht eine andere – beschaulicher und mehrheitlich noch analog. Die Interpretation von Nachhaltigkeit als eine auf Dauerhaftigkeit ausgelegte Entwicklung eines Gebäudes oder gar eines ganzen Quartiers gab es damals so noch nicht. Rückblickend wirkt deshalb der Entscheid, das zwar in Bahnhofsnähe aber damals eher peripher gelegene Areal der Metallwarenfabrik Zug in einen belebten Stadtteil umzubauen, als visionär und mutig – und es war ein Entscheid, Verantwortung für einen Ort zu übernehmen, der zum damaligen Zeitpunkt eher dem hässlichen Entlein glich als einem stolzen Schwan. Denn was sich im Nachhinein als Erfolg erwiesen hat, war Mitte der 1980er-Jahre alles andere als gesichert. Heute ist die Metalli ein zentraler Ort mit Ausstrahlung mitten in der Stadt Zug. Bestens erschlossen bietet der Ort 2 000 Menschen Arbeit, 700 Menschen wohnen hier.

Die Verzahnung und der Einbezug des Bestehenden ist Voraussetzung für das Gelingen einer nachhaltigen Arealentwicklung.

Aktives Engagement für eine zukunftsfähige Gesellschaft

Einer der Gründe, dass das Wagnis gelungen und ein vielfältiger, belebter Stadtteil entstehen konnte, liegt darin, dass Zug Estates verschiedene Aspekte, die nach heutigem Wissensstand eine nachhaltige Quartierentwicklung ausmachen, bereits damals im Planungs-, Entwicklungs- und Bauprozess berücksichtigt hat. Die Basis für ein funktionierendes Quartier ist die städtebauliche Qualität. Ein ausgewogenes Zusammenspiel von Bauten und öffentlichem Raum. Dazu zählen zunächst einmal gute Häuser, die über eine architektonische Qualität verfügen, auf Dauerhaftigkeit ausgelegt und gleichzeitig flexibel genug sind, um auf Veränderungen reagieren zu können. Ebenso wichtig sind Aussenräume, die so gestaltet sind, dass sie den vielfältigen Bedürfnissen der Menschen Rechnung tragen, Freiraum, aber auch Sicherheit bieten. Weiter braucht es eine zukunftsfähige Mobilität – hohe Bedeutung kommt dabei dem Velo- und Fussgängerverkehr zu – mit einer guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr, idealerweise ergänzt mit Car-Sharing-Konzepten. Eine weitere Voraussetzung ist eine durchmischte Nutzung mit Wohnen, Arbeiten, Gewerbe und Dienstleistungen – wobei öffentliche Erdgeschossnutzungen essenziell für die Qualität des öffentlichen Raumes sind. Neben offenen Strukturen, um auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren zu können, braucht es Raum für die Geschichte des Ortes, denn der Umgang mit dessen Identität ist Teil seiner Zukunft. Und nicht zuletzt ist da das Engagement der Menschen: Eine Bauherrschaft mit dem Willen, dauerhaft lebenswerte Quartiere zu schaffen und damit Verantwortung zu übernehmen. Die öffentliche Hand, welche Qualität einfordert und gleichzeitig die dafür notwendigen Bedingungen schafft und im Idealfall Nutzerinnen und Nutzer, welche sich für ihr Quartier einsetzen.

Öffentliche Nutzungen im Erdgeschoss sind essenziell für die Qualität und Belebung des Aussenraums.

Das Ziel vor Augen

In diesem Sinne gilt für die Suurstoffi heute, was Mitte der 1980er-Jahre für die Metalli galt: Sie ist ein Versprechen an die Zukunft – nicht zuletzt auch von der Bauträgerschaft, die sich einmal mehr der Verantwortung stellt und für das Areal hohe Ziele bezüglich Energieverbrauch und Umweltbelastung formuliert hat. Das Areal in Risch Rotkreuz mit überdurchschnittlich guter Erreichbarkeit soll im Endausbau neben 3 000 Arbeitsplätzen Wohnraum für rund 1 500 Menschen bieten – und dies bei CO2-freiem Betrieb und ohne Zufuhr zusätzlicher externer Energie. Bereits heute leben und arbeiten in der Suurstoffi knapp 1 000 Menschen. Wie Rotkreuz in 30 Jahren aussehen wird, wissen wir nicht. Aber die Chancen stehen gut, dass hier – wie in der Metalli, die heute zum Stadtzentrum von Zug gehört – ein städtisches Quartier mit hoher Lebensqualität entstehen wird. Neben der Berücksichtigung der Aspekte einer nachhaltigen Entwicklungsstrategie für ein städtebaulich überzeugendes Quartier mit hochwertigen Bauten, welche energetisch und ökologisch auf dem neusten Stand sind, braucht es dafür vor allem eines: Zeit und das Engagement von Bauherrschaft, öffentlicher Hand und der Menschen, die im Quartier leben und arbeiten.

Ob Zug oder Bus des Stadtnetzes: Eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist zentral für eine zukunftsfähige Mobilität.

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